Juni 2022

Naturfloristik zum Mitmachen

Landschaftswahrnehmung der besonderen Art

Mit der Referentin Regina Kauf­mann bot der Kräuter­Päda­go­gen­Verein Bayern e.V. seinen Mit­glie­dern ein besonderes Schman­kerl zum Thema. Die passende Kulisse stellte der wun­der­schöne Natur­gar­ten von Vereinsmitglied und Kräu­ter­kollegin Siglinde Eder, die auch für die Verpflegung der Teil­neh­mer verant­wortlich zeichnete.

Teilnehmer sammeln Pflanzen im Naturgarten

Florale Kunstwerke selbst gestalten ist für die Teilnehmerinnen nach diesem Kurs­tag keine Fra­ge mehr. In Sträußen, Kränzen und anderen kreativem Pflan­zen- und Blumen­schmuck geht die saiso­nale Wildflora mit Gartenblumen, -stau­den und -früchten eine gelungene Symbiose ein. Die ge­lun­genen Kom­bi­na­tionen kön­nen nicht nur mit „regu­lä­ren Ladenblumen“ mithalten, son­dern sor­gen beim Betrachter auch für Erstaunen und Neugierde, hat er doch so man­che ver­wen­dete Pflanze bis­her auch in der Natur nicht bewusst wahr­genommen.

Kranz aus abgeblühtem Raps
Ein Kranz aus abgeblüh­tem Raps mit seinen un­rei­fen grü­nen Scho­ten wird in seiner Ein­fach­heit zum echten Hin­gucker.
Kranz aus blühendem Wiesenlabkraut
Blühendes Wiesenlab­kraut lässt sich leicht und locker zu duften­den Wol­ken­kränzen legen und mit Garten­blu­men verzieren.
Vollendeter Blumenstrauss
Perfekte Sträuße brau­chen eine „Mit­te“ um die herum sich alles Wei­tere mit Sys­tem in ver­schie­de­nen Ebe­nen an­ord­nen lässt.

Ohne Zweifel spielen hierfür die Auswahl ge­eig­ne­ter Pflanzen und die jeweils rich­ti­ge Tech­nik die entscheidende Rolle. Die Re­fe­rentin erklärte um­fas­send wie sich auf­stre­bendes, hängendes und rankendes Grün ver­arbeiten lässt.

Nach einem Sammlerspaziergang im engen Um­kreis des Hofes, wurden zuerst alle Pflan­zen, Blu­men und Gräser mit Wasser versorgt. Im zau­ber­haften Gar­ten, durften die Teil­neh­mer weiteres Material für ihre Kunstwerke ent­nehmen. Neben Rosen, Pfingstrosen, un­zäh­li­gen bunten Akeleien, Frauenmantel und Frucht­ständen von Zier­lauch fanden sich auch dekorative Blätter von Funkien und Christ­rosen.

Etliche Spezialtipps der Referentin sorgten mitunter auch für Erstaunen: Flie­der müsse komplett aufgeblüht sein, alle Blätter wer­den entfernt und die Stängel müssen in heißes Wasser. Beim Binden von Sträußen ist immer in derselben Rich­tung zu arbei­ten, damit der Strauß schön locker wird. Zuletzt wurden jede Menge Halme unter­schiedlicher Gräser zu einer Art Hänge­am­pel für Blumendeko ver­ar­beitet. Regina Kauf­mann stand den Teilnehmerinnen kom­pe­tent mit Rat und Tat zur Seite.

So entstanden nacheinander die unter­schied­lichs­ten Kunstwerke – jedes für sich eine natürliche Schönheit. Das schöne Wetter machte den Genusstag perfekt.

Gebinde mit aufstrebendem Gras
Fertiger Blumenstrauss
Gruppenfoto mit allen Teilnehmern
Text und Fotos: Angela Marmor

Nächste Termine

03 Okt. 2022, 14:00 - 18:00 Uhr
„Früchte des Herbstes“
08 Nov. 2022, 19:00 - Uhr
„Räuchern in der dunklen Jahreszeit“
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